Schematherapie

Die Schematherapie (nach Jeffrey Young) ist eine Weiterentwicklung und Erweiterung der kognitiven Verhaltenstherapie. Sie geht davon aus, dass in der Kindheit maladaptive Schemata entwickelt und angelegt wurden, die komplexe, weitgesteckte und sich selbst verstärkende Muster beinhalten.
Diese Schemata bestehen aus vier Komponenten: Erinnerung, Emotion, Kognition und Körperempfindung. Jedes für sich ist in erheblichem Maße verhaltensrelevant und verhaltensregulierend.

Im Zentrum der therapeutischen Bemühungen stehen die seelischen Grundbedürfnisse, die der Schematherapie zufolge in der Kindheit nicht angemessen befriedigt wurden. Die beiden wichtigsten Grundbedürfnisse sind Bindung und Autonomie und die dynamische Balance der beiden.

Ziel ist es, den gesunden Erwachsenen oder inneren Manager so zu stärken, dass man zwischen den Grundbedürfnissen und den Bewältigungsreaktionen (vermeiden, angreifen oder erstarren) wieder flexibler und je nach Situation angepasster wählen kann.